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Knappe Niederlage an der A14 gegen Klinga-Ammelshain

Gegen den Tabellenletzten zu verlieren ist natürlich kein Beinbruch und auch wenn sich dieses Erlebnis wiederholt, sollte man nicht grundsätzlich alles in Frage stellen, aber es gibt doch durchaus auch einiges, was man vergleichen bzw. aufarbeiten sollte. So geschehen am vergangenen Sonntag, als unsere Mannschaft beim momentanen Halter der roten Laterne in Klinga antrat und ähnlich wie beim damaligen Schlusslicht SC Partheland Anfang Oktober am Ende mit einer 2:3-Niederlage den Heimweg antreten musste. Der Spielverlauf war im Vergleich zum Duell in Partheland zwar nicht ganz identisch, dennoch war es ein Rückschlag, welchen man aufgrund der derzeitigen Situation erst noch einordnen muss, da die Saison höchstwahrscheinlich aufgrund der Corona-Pandemie erneut unterbrochen wird.

Aufstellung: Schädlich – Günther – Grun – Schroeder – Gentsch – Ertner – Heine – Kreisel – Lifka – Lange (C) – Eisert

Für den verletzten Martin Steinecke rückte Sandy Schädlich wieder zwischen die Pfosten und sollte bei typischem Herbstwetter einiges an Arbeit bekommen. Der Rasen im Parthensteiner Ortsteil zeigte sich nach den heftigen Regenfällen zu Wochenmitte einigermaßen erholt, dem Match stand also nichts im Wege. Dem Gastgeber war der Wille, die drei Punkte zu behalten, in der Anfangsphase durchaus mehr anzumerken als unserer Elf und so kam es, dass Klinga die ersten kleineren Chancen für sich verbuchen konnte, doch Schädlich stand zunächst seinen Mann. Nach knapp einer halben Stunde war allerdings auch er geschlagen, als sich der Ball nach einem Schussversuch von Nino Willuhn, sicherlich auch begünstigt durch den aufkommenden Wind, unhaltbar hinter ihm ins Tornetz senkte. Eben jener Willuhn war es dann kurz vor der Pause allerdings auch, der einen getretenen Freistoß von Christian Kreisel ins eigene Tor bugsierte und so den Ausgleich herstellte.

Mit Wiederbeginn spürte man beiden Mannschaften an, dass die Marschroute die gleiche blieb. Man wollte unbedingt den Sieg. Die Zweikämpfe häuften sich und das Schiedsrichtergespann um Dominik Hildebrandt musste schlussendlich in dieser herzhaft geführten Partie siebenmal (4/3) den gelben Karton zücken. Nach zehn gespielten Minuten besaß dann Stephan Petersohn die größte Möglichkeit, seine Farben wieder in Front zu bringen, doch sein Schuss rauschte am langen Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite schlug unsere Elf wenige Zeigerumdrehungen später dann eiskalt zu. Ein Eckball, getreten von Jimmy Lange, fiel buchstäblich Christoph Ernter vor die Füße und dieser ließ sich nicht lang bitten und versenkte das Streitobjekt im Gehäuse. Nach einer messerscharfen Eingabe vom eben erwähnten Torschützen besaß Lange dann die Riesengelegenheit, das Spiel endgültig in die richtige Bahn zu befördern, aber sein Versuch verfehlt um wenige Zentimeter sein Ziel. Zu diesem Zeitpunkt wähnte man sich schon auf der Siegerstraße, aber wie so oft führt Unachtsamkeit zu vermeidbaren Gegentoren. In der Schlussviertelstunde drehte der Gastgeber nämlich den Spieß um. Zunächst war es Evans Yaw Mensah, der sträflich alleingelassen wurde und aus Nahdistanz den Ausgleich erzielen konnte und kurz darauf traf der eingewechselte Julian Heller per sattem Schuss in die kurze Ecke zur umjubelten Führung seiner Mannschaft. Unsere Mannschaft bäumte sich noch einmal auf, aber selbst ein weiterer Eckball von Lange klatschte nur an den zweiten Pfosten und konnte letztendlich entschärft werden. Die verbliebenen Minuten konnte Klinga kein Kapital mehr aus den sich nun ergebenden Kontermöglichkeiten schlagen und feierte am Ende einen eminent wertvollen Dreier.

Ob an diesem Wochenende Wiedergutmachung betrieben werden kann, steht aufgrund der derzeitigen Pandemie-Lage leider in den Sternen. Laut Ansetzung würde unsere Mannschaft am Samstag um 14:00 Uhr den Lokalrivalen SV Chemie Böhlen begrüßen, aber ob das Spiel tatsächlich über die Bühne gehen wird, ist leider mehr als ungewiss.

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