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Pokalkrimi gegen Gleisberg wird erst im Elfmeterschießen entschieden

Am vergangenen Samstag gastierte unsere Elf anlässlich des Achtelfinales im diesjährigen Kreispokal beim SV 29 Gleisberg. Die sehr lange Reise sollte sich letztendlich allerdings lohnen, da man mit dem Einzug ins Viertelfinale belohnt wurde, nachdem man zunächst 120 Spielminuten in den Beinen hatte und letztendlich das Elfmeterschießen für sich entscheiden konnte. Dem Gastgeber konnte man die kämpferische Leistung dabei ebenso wenig absprechen wie die eigene, aber am Ende hatte man die stärkeren Nerven vom Punkt.

Aufstellung: Klaus – Schroeder – Schädlich (C) – Kreisel – Grun – Heine – Lange – Lifka – Gentsch – Eisert – Schröder

Von Beginn an entwickelte sich bei frühlingshaften Temperaturen vor rund 70 Zuschauern ein offenes Spiel mit zwei Mannschaften, die sich nichts schenkten. Leider trübte der Zustand des Platzes ein wenig über die anfängliche Euphorie, da dieser im Gegensatz zu den Kontrahenten sich nicht von seiner besten Seite zeigte. Diesem Umstand geschuldet war es dann auch so, dass viele kleine Unstimmigkeiten und Fehler im Spielaufbau zu erkennen waren. Der Gastgeber war auf seinem Geläuf dadurch zwar ein klein wenig im Vorteil, aber unsere Mannschaft versuchte sich so schnell wie möglich an diesen widrigen Platz zu gewöhnen. Dennoch waren es zunächst die agileren Gleisberger, die nach einem Einwurf unverhofft im Strafraum auftauchten und nach einem geschickten Zweikampf überraschender Weise einen Elfmeter zugesprochen bekamen. Einen Ellenbogenschlag gegen Mannschaftsführer Sandy Schädlich übersah das Schiedsrichtergespann um Nick Moßig dabei leider. Tom Schubert war dies herzlich egal. Er beförderte das Spielgerät zur Führung für seine Farben in die Maschen. Bis zur Pause versuchte nun unsere Mannschaft das Tempo hochzuhalten und die Gleisberger möglichst in ihrer eigenen Hälfte zu beschäftigen, doch sämtliche Chancen in Person von Sandy Eisert, Jimmy Lange oder Tom Lifka fanden allesamt nicht den Weg ins Tor. So ging es mit der knappen Führung des Gastgebers in die Kabinen.

Mit Wiederbeginn setzten unsere Farben ihre Zielstrebigkeit fort, um möglichst schnell den Ausgleich zu erzielen, doch auch die erste Möglichkeit durch Lars Heine wurde nicht belohnt. Sein Schuss aus zentraler Position flog haarscharf über das Gehäuse. Gleisberg konnte sich in dieser Phase nur schwer befreien und sich immer mehr auf seinen Schlussmann Hannes Hofmann verlassen, der mehr und mehr in den Mittelpunkt rückte. Bei zwei kurz folgenden Schüssen von Alexander Schroeder wäre allerdings auch er machtlos gewesen, aber das Streitobjekt fand erneut nicht den Weg ins Tor. Coach Tröger brachte während der zweiten Hälfte die einzigen an diesem Tag verfügbaren Wechselspieler in Person von Christoph Ertner und Alexander Wiegner. Dies brachte noch mal neuen Impuls, doch es sollte bis kurz vor Schluss dauern bis zum ersehnten Ausgleich. Einen Freistoß von Mathias Grun verwertete Christopher Schröder im Sturmzentrum per Kopf gegen die Laufrichtung von Hofmann.

Es ging also in die Verlängerung und in dieser kam es zur nächsten Hiobsbotschaft. Verletzungsbedingt musste Sturmtank Schröder zunächst den Platz verlassen und unsere Elf war nur noch zu Zehnt. Nichtsdestotrotz spielte man weiterhin nur auf das Gästetor und kam in der 101. Spielminute durch Schädlich zur langersehnten Führung. Seinem Kopfballtreffer war eine wunderbare Ecke von Christoph Ertner vorausgegangen. Mit dieser Führung im Rücken sollte man meinen, dass die zweite Hälfte der Verlängerung ruhig heruntergespielt werden konnte, aber falsch gedacht. Kurz nach Wiederbeginn kam Gleisberg zu mehreren Eckbällen. Einen davon bugsierte Andreas Fricke vorbei an Martin Klaus und stellte somit den Spielverlauf erneut auf den Kopf. So musste das Elfmeterschießen herhalten, welches man im Vorfeld natürlich gern vermieden hätte. Nachdem unsere Mannschaft mit Jimmy Lange, Mathias Grun und Sandy Schädlich ihre ersten Elfmeter sicher versenkt hatte und Gleisberg bis dahin nur einmal getroffen, aber zweimal verschossen hatte, konnte Stefan Gentsch mit dem vierten verwandelten Elfmeter das Weiterkommen unserer Elf endgültig besiegeln und das Spiel war gewonnen. Letztendlich erleichtert über das Ergebnis nach diesem kräftezehrenden Pokalkrimi trat unsere Mannschaft erschöpft, aber auch glücklich den langen Weg nach Hause an.

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